Hundsgemeine 6-Tagesdiät und Abenteuer in der Sierra Nevada de Mérida

Venezuela Part V – den höchsten Berg von Venezuela verpasst, Besteigung des Pico Humboldt, 4.940m gelungen

Anfang Oktober war es endlich soweit, den höchsten Berg von Venezuela, den 5007m hohen Pico Bolívar zu besteigen. Dank Markus von der Posada trafen wir auf die äußerst sympathischen Menschen von der Agentur Gravity-Tours und auf unseren astrein Englisch sprechenden Guide Junior.

Er underdressed und wir overdressed schafften es leider nicht, die jahreszeitlich bedingte technische Herausforderung am Pico Bolívar zu bezwingen.

Doch was bleibt, sind wieder 1000 neue Eindrücke und Erinnerungen an eine verrückte und grandiose Tour durch Méridas Bergwelt.

Mit einer rasanten Jeepfahrt auf dem „Bolívar Highway“ begann unser Abenteuer. Durcheinander gerüttelt versuchten wir, diese atemberaubenden Momente vorbei an tief abfallenden Straßenschluchten, entlang  grandioser Bergpanoramen mit schlangenanmutenden Verkehrswegen, über „bridge of wheels“ und erdrutschbarrikatierten Pfaden irgendwie möglich auf Fotos festzuhalten. Nu ja, very drunk… :)

Kurz vor unserem Ziel, dem idyllisch und abseits gelegenem Bergdorf Los Nevados dann Endstation! Hier versuchte gerade ein Bagger, den Weg von einem Erdrutsch zu befreien. Den Rest des Weges genossen wir mehr oder weniger in der Mittagshitze per pedes bis zum Dorf. Unser Fahrer erzählte uns später, dass er erst Mitternacht zurück in Mérida gewesen sei, da noch weitere Erdrutsche die „Straße“ unpassierbar machten…

Für ca. 5 Euros genehmigten wir den Transport unseres Gepäcks zum ersten Camp den taffen Mulis, die freuten sich wahrscheinlich und schrien, was das Zeug hielt :)

Regen sagte uns im ersten Lager Gute Nacht, um schließlich am nächsten Morgen der Sonne Platz zu machen, die uns freudig begrüßte. Junior stattdessen schimpfte, er hatte das Essen über Nacht außerhalb seines Zeltes gelassen, so dass Hunde sich daran ergötzten! Es fehlten zum Beginn des 2. Tages nun wichtige Essensrationen – die Diät beginnt und für Junior eine lange Zeit in Mérida, in welcher ihm diese im Nachhinein amüsante und dämliche Geschichte nachhängt :)

Insgesamt entpuppte sich Junior als ein Guide, der selbst hier und da geführt werden musste – vor einem Jahr war er das letzte Mal in den Bergen, sonst führt er eher Raftingtouren und Touren in die Pampa Los Llanos… so verirrten wir uns am zweiten Tag leicht im Nebel, pausierten mit Junior nach jedem 5. Schritt, was den Tag unendlich in die Länge ziehen ließ und auch hätte gefährlich enden können… in der Abenddämmerung  schließlich erreichten Kriese und ich im Nebeldunst die mystisch erschaudernde Bergstation der höchsten und längsten Seilbahn der Welt, der Teleférico de Mérida und mit ihr den Gipfel des Pico Espejo, 4.765m hoch. Es gruselte uns! Der zuvor wundervolle Sonnenuntergang entwich einem Gewitter direkt über uns. Und Junior weit abgeschlagen irgendwo nun mittendrin…Leichte Panik machte sich in unseren Bäuchen breit, nicht wissend, was wir tun sollten… Nach einer gefühlten Ewigkeit endlich erblickten wir in der Ferne das Stirnlampenlicht von Junior, liefen ihm entgegen, halfen ihm, sein schweres Gepäck zu tragen und erreichten zum 2. Mal nun mit Guide viel zu spät die Seilbahnstation auf 4.700m! Es war schweinekalt und unheimlich! Und Junior entkräftet aufgrund seiner geringen Kondition und schlechten Akklimatisierung. Er schaffte es jedoch, uns mit Wasser und Essen zu versorgen. In der Ferne ein atemberaubendes Gewitterleuchtenspektakel en gros (dem sogenannten Relámpago de Catatumbo) und weit unter uns die flackernden Lichter von Mérida.

Welch krasse geisterhafte Gegend auf diesem Gipfel! Die Teleférico ist bzw. war die Touristenattraktion in Mérida, wenn sie massenhaft die nichtsahnenden Leute von 1.600m auf 4.700m hochhievte! Unglaublich die technische Umsetzung, unglaublich die Naivität und Vergewaltigung der schönen Bergwelt. Die Seilbahnstation ist momentan stillgelegt, weil, so uns Junior erzählte, diese verstaatlicht und außer Betrieb genommen wurde, obwohl sie noch funktionstüchtig sei. Ab und an würde sie noch zur Bergrettung und zum Transport von Bergsteigern genutzt. Ein österreichisches Bauunternehmen hat gerade seine Finger im Spiel bei der Restaurierung… möge diese noch lange anhalten… oder wegen uns, gleich abbauen das Ding! Touristen gibt es in Venezuela eh gerade sehr wenige, wie uns verschiedene Leute erzählten und wir selbst nur bestätigen können.

Die eiskalte Nacht hat Junior wieder etwas klarer gemacht, ihm ging es besser. Wir stattdessen konnten uns ob der Höhe nicht beklagen, die Akklimatisierung auf dem Pan de Azúcar war optimal :)

An diesem Tag nun sollte es auf den Pico Bolívar gehen. Ca. eine Stunde laufen wir von der Seilbahnstationshütte zum Basislager 100Hm unter uns direkt vor die riesige Felswand. Das Wetter klarte auf, fetter blauer Himmel, tolle Sicht, alles sprach für uns für einen Gipfelerfolg! Noch immer gestaltete sich der Aufstieg wegen der schlechten Kondition von Junior mühsam, bis es schließlich direkt in die Wand ging, in der ab nun uns Junior per Standbau sichern musste. Entlang von Schnee und Fels hangelten wir uns 3 Seillängen nach oben, bis es schließlich nicht mehr weiterging! 170 Hm unter dem Gipfel mussten wir das Unterfangen abbrechen. Schneemassen hatten sich an dieser Stelle an eine Steilwand gedrückt, Junior fand keinen Halt, keinen Tritt, keine Möglichkeit, voranzukommen, ohne sich und uns in Gefahr zu bringen. Das Wetter spielte verrückt, schlug um, es schneite… Abseilen! Die erste Niederlage im Gepäck? Ohne uns, wir hofften, es am nächsten Tag erneut versuchen zu können…

Unten im Basislager schließlich ein ewiges Hin- und Herüberlegen, das Durchspielen der verschiedenen Optionen. Nur Herr Zufall konnte uns an dieser Stelle weiterhelfen, wir könnten warten, einen Tag, zwei Tage im Basislager und auf Herrn Zufall hoffen, dass diese Schneedecke abrutscht. Darauf wollten wir letztendlich doch nicht setzen. Auch nicht auf die abenteuerlustige und gefährlich klingende Idee von Junior,  wie er diese Wand bezwingen könnte. Wir setzten stattdessen auf weiteres Bergvergnügen und Berggenuss und auf unser Leben und entschieden, nach einer weiteren Nacht in der Seilbahnstationshütte den Weg über La Travesia vom Basislager Pico Bolívar zur Laguna Verde, dem Basislager des zweithöchsten Berges Venezuelas, dem Pico Humboldt zu gelangen.

Unsere Entscheidung beschenkte uns mit einem feurigen Sonnenuntergang unter sternenklarem Himmel! Es gibt so viele Gründe wie es Augenblicke gibt…

Die La Travesia war ein easy going Unterfangen für uns (für Junior könnt ihr sicher schon erahnen :) ), eine Trekkingstrecke zum Beinevertreten über einen Pass mit dem faszinierenden Tiefblick auf die Lagune und einer spaßigen Geröllabfahrt. Der dabei einsetzende Regen war dann weniger vergnüglich, für die am Basislager eintreffende 30kopf große Jugendgruppe noch weniger, hier hätte es sehr leicht und schnell zu einer Katastrophe kommen können! Nicht nur, dass die Jungs und Mädels schlicht falsch gekleidet waren für eine Schlechtwettersituation, auch organisierten sie sich schlecht und langsam beim Aufschlagen ihres Zeltlagers. Immerhin liegt die Lagune auf 4000m. Es drohten Unterkühlungen und Symptome der Höhenkrankheit. Junior gab Anweisungen, was zu tun sei und wir halfen mit etwas Equipment aus… Irgendwie überstanden wir alle die nasse und kühle Nacht… Junior in Fleece und Strümpfen von uns :)

Die Naivität der Jugendgruppe ging am nächsten Tag weiter… Im Stirnlampenlicht brachen wir mit Junior auf, den Pico Humboldt zu erklimmen. Viel zu langsam stiegen wir über Felskletterei, Geröll und einem rundgelutschten z.T. sehr steilen Traumgletscher empor! 6 ½ Stunden später standen wir 11.30 Uhr auf dem zweithöchsten venezolanischen Andengipfel bei bestem Wetter und bei faszinierender Weitsicht, was bei Junior ein lautes „Cumbre“ ins Tal hinab schrien ließ. Und wir trauten unseren Augen nicht! Ca. 15 Leute der Jugendgruppe sind 2 ½ Stunden später als wir vom Basislager aufgebrochen! Auf dem Gletscher schließlich die Begegnung mit etwas, dass sie wohl auch Seilschaft nannten. Wir dagegen sahen uns in einen falschen Film katapultiert. Das war der Wahnsinn, was wir sahen!!! Dicht an dicht drängten sich mit einem Seil zwischen den Beinen in den bloßen Händen die jungen Menschen auf dem weißen Zeugs an Spalten vorbei!! Warnungen unsererseits wurden ignoriert, wie ein Mantra redete der Seilschaftsführer immer wieder „Cumbre, cumbre, cumbre“ Kriese ins Ohr…. Das größte Glück, was diese Leute an diesem Tag hatten, ist, dass das Wetter sich von früh bis in die Nacht hinein von seiner besten Seite zeigte. Bei einem Wetterumsturz mit Nebel und Regen hätte es an diesem Tag Tote gegeben!

So konnten wir uns doch alle an unserem Gipfelglück erfreuen und an einer Nacht unter einem schillernden Sternenhimmel….

Die Essensreste verarbeitete Junior zu einem zauberhaften Menü: Kartoffelbrei mit Nudeln und a bissl Zwiebel und Tomate… wir müssen eingestehen, es hat nicht schlecht geschmeckt! Aber wahrscheinlich hätte er uns sonst was vorsetzen können, nach 5 anstrengenden Tagen ist alles Gourmet :)

Am 6. Tag schließlich steckten wir wieder 1.700Hm Abstieg in unsere Knochen. Doch das war wohl das kleinere Übel. Nach einem anfänglichen glattgeschliffenen Felslabyrinth, einem Canyon gleich, kamen wir schon bald auf einen unwegsamen Pfad mitten durch den Nebelwald hindurch. Permanent hingen uns irgendwelche Zimmer- und Balkonpflanzen im Gesicht, hielten uns am Rucksack fest oder zerrten Kriese seine Brille von der Nase. Der im Nachhinein wirklich anstrengendste Teil der gesamten Tour! Kriese verflucht es und sagt, nie wieder Dschungeltrekking!! :)

Gustavo, der Boss der Agentur, empfing uns lächelnd im Tal von La Mucuy. Ich begrüßte ihn mit einem „hungry!“ – so dass es alsbald tatsächlich noch etwas zu essen im Riko Pollo Schnellimbiss gab als kleine Entschädigung für die ungewollte Diät….

In Mérida angekommen befreiten wir uns von kiloweise Dschungelzeugs, erzählten die verrückten Geschichten weiter und machten uns am Entspannen im Sonnenschein :)

Gestern Abend ging es mit Junior, seiner Frau und seiner 6jährigen Tochter zum Abschied in Moe´s Taverne auf ein Duffbier, während die Kleine nebenan freudig im Internet surfte…

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Sich hier in Mérida zurechtzufinden, ist für den, der zählen kann, nicht wirklich schwer… die Calles und Avenidas sind nach der klassischen Zahlenfolge durchnummeriert. So packten wir es immer wieder, wohlbehalten in der Posada zurückzukehren :) Das letzte Abenteuer nahmen wir in einem Mercado auf uns, das Tagesmenü in einem volksnahen Restaurant zu bestellen. Die Übersetzung von der Suppe möchten wir nicht wissen, wohl möglich, dass sich Stunden später der Magen noch immer rumdreht ;)

Dank Markus, welcher unsere Flugtickets von Caracas nach Quito gebucht hat, wird morgen unser erstes Kapitel der 7andessummits+ geschlossen. Dann heißt es Abschied nehmen von einem Land, welches momentan so verrufen ist, uns jedoch eine glückliche Zeit geschenkt hat. Wie Gustavo meinte, entsteht das Chaos hier in Venezuela durch die Entscheidungsunfähigkeit von Hugo, der im Sozialismus den Kapitalismus einbaut bzw. andersrum… Schade für ein reizendes Land…

Adíos Venezuela, Bienvenido Ecuador!

Bebildert schaut alles so aus:

Underdressed in der Studentenszene, overdressed in the mountains

Venezuela Part IV – Andines Treiben in Mérida

Ein knalliges Gewitterfeuerwerk verabschiedete uns in Ciudad Bolívar, die Abkühlung kam jedoch erst wieder mit dem Bus, dieses Mal zum Glück nicht allzu heftig. Ein korpulenter Mann der Buskompanie zockte uns ab, er verlangte knappe 4 € für unser Übergepäck… ich weiß nicht, ob er für seins auch extra zahlen muss…

Der Übernachtbus brachte uns sicher und ohne Kontrollen zunächst nach Barinas gen Westen – und – wir sind endlich in Südamerika wie wir es lieben, angekommen: kunterbunte, durch Rost zusammengehaltene Busse. Durch die herausschreienden Ortsnamen in aller Herren Länder finden wir auch schnell unseren Anschlussbus nach Mérida… In Bauchladenmanier versuchen manch Leute ihr Zeugs an den Mann zu bringen… nur die Hitze, die passte uns weiter nicht.

Die alte Karre quälte sich mühsam Serpentinenstraßen hinauf. Die Nebelwälder der Andenvorläufer heißen uns willkommen und lassen uns prompt das Busfenster schließen… die Tropenhitze wurde von der Gebirgsluft abgelöst… uns kann man es aber auch nicht recht machen. Immerhin schafft das Schrottding einen Pass von 3500m… die Strassen sind massenhaft von Bananenstauden und Wasserfällen umgeben und schlängeln sich eng durch die an den Hängen drängenden Ortschaften.

Der Schweizer Markus von der Posada Casa Alemana Suiza holte uns vom Busbahnhof von Mérida ab und war uns bis dato in allen Belangen sehr behilflich, was unsere Bergtouren hier betrifft sowie unser Weiterkommen nach Caracas und schließlich nach Quito/ Ecuador.

Mérida selbst wird als Outdoormekka angepriesen und zudem als eine Stadt mit jugendlichem Flair wegen der hier wohnenden Studenten… Mérida schmiegt sich an einen Talkessel mit begrüntem und wolkenverhangenem Bergpanorama. Der Blick auf die hohen Andengipfeln mit dem 5000m hohen Pico Bolívar blieb uns allerdings bisher verwehrt. Zumindest fühlen wir uns hier wieder wesentlich mehr südamerikanischer: die typische Plaza mit ihrer Kathedrale, Schuhputzerstände, endlich wieder Obst und Gemüse an jeder Straßenecke, Popcornverkäufer, funktionierendes Chaos im Straßenverkehr mit Vehikeln, die sicher noch nie dem TÜFmann Guten Tag gesagt haben, funktionierendes Chaos der öffentlichen Verkehrmitteln, das uns jedes Mal aufs Neue fasziniert – quietschbunte, in allen Größen und Formen vorzufindende Rostlauben, die ohne existierenden Fahrplan ihre Routen durch den Verkehrsstau finden. Haltestellen gibt es nicht, ein- und ausgestiegen wird auf Zuruf und Handzeichen. Von Früh bis Spät kommt man somit im Zentrum auf einer Art Busfließband von A nach B…

Was diese für uns erste Großstadt in Venezuela von anderen uns bekannten südamerikanischen Großstädten unterscheidet, sind die Bettler, die fehlen. Inwieweit da Hugo seine Hand im Spiel hat, können wir nur vermuten.

Vom Studentenleben selbst bekommen wir nicht wirklich etwas mit. Unsere „Auf -die -Piste -gehen -Aktion“ verpuffte an unserem mulmigen Gefühl, mit Tevas und Softshellhose zu underdressed zu sein im Vergleich zu dem aufgetakelten und zurechtgeformten Jungvolk. Im Vergleich zu unserem Guide für die kommenden 6 Tage ist unser Outfit jedoch wiederum overdressed, wenn man sich sein Equipment anschaut, mit welchem er in die hohen Berge geht…

Auf eigene Faust akklimatisierten wir uns für den mit 5007m hoch datierten Pico Bolívar 3 Tage lang im Valley La Culata unweit von Mérida. Mit einer per Hand aufgezeichneten Karte machten wir uns auf die Suche nach dem Pico Pan de Azúcar und fanden ein feucht-vernebeltes Vergnügen … Ein Dauerregen überlegte sich, doch mal ausgiebigst unser neues Zelt zu testen – Stiftung Warentest meint „Sehr gut“! 2 Nächte auf einem 4100m hoch gelegenem Plateau schafften es, den Magen zu beruhigen, das Pochen im Kopf zu stillen und den Appetit wiederherzustellen. Der Aufstieg auf den Zuckerberg querfeldein, technisch weniger anspruchsvoll, verlangte jedoch ob seiner Höhe dann doch schon mehrere Atempausen ab – letztendlich erfreuten wir uns, auf dem bisher höchsten Punkt unserer noch jungen Reise zu stehen – auf 4660m! Der Ausblick gigantisch, wenn es die uns umhüllende Wolke auf dem Gipfel zugelassen hätte… So blieb der gesamte 3-Tage-Trek ein Mystikum im Nebel, schaurig schön ob seiner gespenstischen Verlassenheit, der im Nebel auftauchenden Pferdehorden und seiner unsichtbar rauschenden Wasserfällen. Die Farbtupfer bescherten satte saftig grüne Feuchtwiesen und die unzähligen farbenfrohen Blüten im schönen Culata-Valley. Nicht auszumalen, mit welch buntem Leuchten wir bei Sonnenschein beschenkt worden wären…

Die Rückfahrt nach Mérida gestaltete sich wieder auf höchstem südamerikanischem Niveau. Der vollbesetzte uns entgegenkommende Schulbus nahm uns auf seinem Rückweg per Anhalter zum Umschlagpunkt der öffentlichen Minibusse mit und diese uns schließlich ins Zentrum… darauf ist doch irgendwie immer Verlass :)

Morgen nun begeben wir uns auf einem 6 Tage Trip auf dem Weg zum Pico Bolívar, dem höchsten Berg von Venezuela. Es hört sich spannend an… genauso wie die Weiterreise dann nach Ecuador… momentan rebelliert die Polizei a bissl gegen den Präsidenten, das Ganze soll noch bis Freitag gehen… wenn alles gut geht, ist sozusagen nach unserer Bergtour alles vorbei… wir sind zuversichtlich :)

Das Wetter hier indes beschert, dass Mérida gen Osten abgeschnitten ist… permanente Regenfälle, die laut Markus sehr ungewöhnlich sind und mittlerweile fast 3 Wochen anhalten, haben die Straße nach Barinas aufgrund von Erdrutschen unpassierbar gemacht… Schwein gehabt :)

Ach ja, noch was venezolanisches: Schokolade hier ist (verhältnismäßig) sau teuer, eine Tafel Schokolade kostet nach dem Schwarzmarktkurs umgerechnet ca. 1,70 €!! Und Nutella?? Ich habe noch kein Nutella gesichtet! Und lebe noch! Hat jemand gesagt, das Zeug macht abhängig? Das Gegenteil ist nun bewiesen, mir geht es gut :)

Und nicht nur die Toilettenspülung geht hier andersherum, auch die Türschlösser – sehr gewöhnungsbedürftig, wenn man erst mal immer zuschließt, wenn man die Tür doch eigentlich öffnen möchte…

Und hach, die sozialistischen Freunde aus China werden wohl von El Presidente eigens nach Venezuela geholt, um hier die Bodenschätze auszubeuten – was früher also der böse Ami war ist nun der Chinese. Zwei Nebeneffekte hat das ganze auch noch, die kleinen Handelsgeschäfte sind fest in Asiatischer Hand und man kann gut und preiswert chinesisch  Essen gehen. :)

Estoy cansada, quiero ir a dormir… hasta luego aus einem fernen Land von den 2 erwartungsfrohen Bergbegeisterten

Claudy y Christian

PS:

1. Die Bildergalerien von Roraima und Canaima sind nun in den Newslettern eingefügt. Hier klappt der Internetzugang wesentlich besser :)

2. JUCHHEI – wir freuen uns über einen 2. Platz beim Alpinfotowettbewerb vom September mit dem Thema  “Am Gletscher” :))

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3. JUCHHEI – wir freuen uns über den 4. Platz beim Fotowettbewerb “Mein schönstes Alpenfoto” :))

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Flucht vor den Puri Puris auf den Mond

Venezuela Part III – RORAIMA, we did it! Unser 1. Berg der 7andessummits+

Dieser Berg war kein Kampf gegen die Hoehe, gegen Schneesturm, Appetitlosigkeit und Atemnot… dieser Berg war ein Kampf gegen erdrueckende Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und Einen auffressenden kleinen miesen Plagen namens Puri Puri, eine Art Sandfliegen! Und dieser Berg war ein absoluter Naturgenuss einer besonderen und ganz anderen Art!

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Roraima ist der hoechste Berg von Guayana, wird jedoch von der venezolanischen Seite aus bestiegen. Wir sind in das Vergnuegen gekommen, an einer Stelle auf dem Gipfel sowohl in Venezuela, Guyana und Brasilien gestanden zu haben … insofern haben wir in 13 Tagen 3 Laender bereist:)

Der Name Roraima stammt von den Indianern und bedeutet “mother of water!” – immerhin entspringen auf seinem Gipfel 3 Fluesse, die sowohl in Venezuela, Brasilien als auch Guyana in einen großen Fluss und mit diesem schließlich ins Meer münden.

Mehr Informationen zum Roraima hatten wir bereits hier zusammengefasst >> Roraima

Aber von vorn:

Von Ciudad Bolivar ging es mit einem Nachtbus an die Grenze zu Brasilien, in die Gran Sabana nach Santa Elena. Wir sind vor gewarnt worden, doch ja waermere Sachen mit in den Bus zu nehmen, da es die Buskompanien es wohl zu gut mit einem meinen und die Klimaanlage auf das Aeusserste ausreizen… Ja gut, mit warmen Klamotten ist es bei uns ja nicht so eng – ein paar dicke Socken, Fleece, lange Hose – kein Problem. So dachten wir und wurden eines Besseren belehrt! Womoeglich war dies schon die temperierte Akklimatisierung für den Aconcagua!!! Wer hat denen das verraten, dass wir da rauf wollen, verdammt?! Kriese vermutete derweil einen Leichenschmuggel hinter diesem Kühltransport. Bei Ankunft in Santa Elena haetten die Einwohner zumindest mal deutsche Tiefkuehlkost geniessen koennen, haetten wir nicht unseren Daunenschlafsack genutzt. Ohne Witz, unser Atem kristallisierte und wir konnten vor Eiseskaelte nicht einschlafen. Die FAZ musste herhalten und fuer kurz fuehlten wir uns wie ein Obdachloser auf der Parkbank damit. Jedoch wissen wir nun, die Zeitung als Zudecke hilft nicht viel. Kriese nutzte die Gunst der Pinkelrast, um vom Gepaeckraum den Daunenschlafsack zu holen. Die Eiszapfennase konnte schliesslich unseren Schlaf nicht mehr verhindern und ausser den 3 Passkontrollen inklusive einer Gepaeckkontrolle an den Militaerstuetzpunkten konnte unseren Schlaf bis nach Santa Elena nichts mehr aufhalten!!

Santa Elena selbst? Nun ja. Wir nennen es mal den Ausgangspunkt fuer die Besteigung des Roraima. Ansonsten ist es ein kleines Nest, heiss, schwuel und fuer die Brasilianer reizvoll, hier billig zu tanken und einkaufen zu gehen. An den Tankstellen ist bereits die Miliz stationiert, die auf die Vorgabe achten soll, dass nur noch eine Tankfuellung getankt wird…Aber auf das Gemuese scheinen die nicht aufzupassen, da wollten wir schonmal selbst kochen und uebrig blieben Nudeln und ne Soße Napoli von Heinz, weil wir partout kein ordentliches Gemuese gefunden hatten – undenkbar fuer uns bisher gewesen in einem Land in Suedamerika! Venezuela – ein Importland…

O.k., blieb eben genug Zeit, unsere von Puri Puri Stichen dick angeschwollenen Fuesse zu kuehlen – angesichts der Hitze natuerlich schwierig. Auf venezolanisch sah das mit einem in kaltem Wasser getraenkten Handtuch dann so aus:

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Wir buchten einen 6tägigen Trip auf den Roraima bei Mystik Tours – der Name klingt bereits verheissungsvoll:) Mit uns startete noch ein 5köpfiger Trupp in dieses Abenteuer – 4 Leute aus dem Nachbarland Guyana und ein Ami, welcher 2 Jahre in Guyana gearbeitet hat und nach der Tour nach Kalifornien zurueckreist.

Abgesehen vom Kampf gegen die Sandfliegen, gegen die wir uns nichts sehnlichster wuenschten als ein Ganzkoerperbad in Autan, war diese Tour gepraegt von einer in wundervolles Sonnenlicht getauchte Naturschoenheit, von Regen und Trockenheit gezeichnete roetlich gefaerbte und zum Teil in Spalten aufgerissene Pfade, von Gewitterwolken mystisch umhuellte und von Blitzen erhellten Tafelberge, von fremdartigen und heimisch anmutenden Pflanzen, Vollmondschatten, Vuvuzelagrillen, Weckervoegeln (die solche Geraeusche fabrizierten, dass Kriese auf seine Uhr schauen musste, um zu gucken, was die zu melden hat:), Gluehwuermchenwiesen, Regenboegen zum Anfassen, Sonnenuntergaengen, imposanten Wasserfaellen, Regenwaldzauber, ueberwaeltigenden Sternendaechern, Ameisenstrassen, die als Einzige unseren Weg kreuzten, flink daher blickenden Gekkos und dem Gefuehl, mit sich im Reinen zu sein. Und immer auf der Hut vor Klapperschlangen, schwarzen Skorpionen und Kakerlaken…

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2 Fluesse mussten bis zum Basecamp mehr oder weniger waghalsig ueberquert werden.

Gegen die Puri Puri Attacken dabei schuetzten wir uns mit Autan und langer Kleidung oder einem schnellen waghalsigen Eintauchen in ein Flussbad – so schnell habt ihr mich noch nie in kaltes Wasser eintauchen sehen!! Beim täglichen Geschaeft half auch das Wedeln mit Toilettenpapier am Hintern nix … nun sitz ich auf meinen Stichen…Jungs, da habt ihr es mal wieder viiiiel einfacher ;))

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Die Gipfeltage derweil waren eine vollkommen andere Welt, aber nicht weniger schoen. Zunaechst einmal – keine Puri Puris mehr!! Puuhhh :) Und – noch nie standen wir auf einem Gipfel der so vielfaeltig war! Noch nie standen wir auf einem Gipfel, auf welchem wir 8 Stunden Maersche verueben konnten und doch noch nicht alles gesehen haben!! Noch nie standen wir in einer derart mondanmutenden Steinwueste. Wir standen auf dem Gipfel des Roraima – 2.800m ueber dem Meer. Lassen diese Tafelberge von unten betrachtet vermuten, sie seien ganz flach, sind sie oben drauf gestanden alles andere als das! Während unseres 2tägigen Moonwalk stellte sich die bizarre Gipfelwelt sehr abwechslungsreich vor: von weiten Sandbaenken, kleinen Wasseransammlungen, Swimmingpools, Wasserfaellen, faszinierenden Felsformationen, in welchen sich vor allem versteinerte Tiere erkennen lassen, Kristalltaelern,  schwindelerregenden Tiefblicken, vielfaeltiger Flora, vom Regen erbrachte abendliche Wasserfalldusche, Canyons, weit aufklaffenden Spalten, Teiche, sumpfartigen Biotopen mit schwarzen Schlammloechern, worin man, so uns berichtet wurde, bis zur Huefte einsinken konnte, Grotten, kleine Klettereien, Balancereien – eine unendliche Faszination!!

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Und ein kleines kleines bisschen Heimatgefuehl – uebernachtet wurde in einer Bofe, die es hier wohl auch zu Hauf gibt. Hier werden sie Hotel genannt. Es gruesst die Saechsische Schweiz :))

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Am 2. Gipfeltag schließlich konnten wir unseren ersten Berg für die 7andessummits+ verbuchen, wir moonwalkten zum sogenannten Triple Point und standen damit auf dem hoechsten Berg von Guyana. Dieser Punkt markiert die Grenze zwischen Venezuela, Brasilien und Guyana.

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Am 5. und 6. Tag ging es auf dem selben Weg zurück zum Indianerdorf Paraitepui, Ausgangsort des Roraimatrek und schließlich mit dem Jeep huckelpistendurchgeschuettelt nach Santa Elena. Die Jungs und Maedels unserer Gruppe meinten, wir seien “made of steel” und nie ermuedet… irgendwann und irgendwie und irgendwo muss sich ja nun mal unser Training bezahlt machen!! Aber auch uns stecken die 1500 HM abwaerts und ein 2 1/2 stuendiger Gewaltdurchmarsch vom Camp Rio Ték zum Indianerdorf noch gut in den Knochen.

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Wird´s Zeit, sich in der Posada La Casita von Rainer wieder aufpeppeln zu lassen. Hier stecken wir wieder seit gestern in Ciudad Bolivar. Heute nun geht es mit dem Nachtbus in die Gefilde, die uns wohl mehr zu sagen vom Klima her – nach Mérida in die Anden. Unser naechstes Ziel ist der Pico Bolivar.

Ja, ja, wir wissen … der Daunenschlafsack geht mit ins Handgepaeck im Nachtbus. Man lernt nie aus, ne! :)

Noch nicht mal 2 Wochen liegen hinter uns… gefuehlt haben wir bereits die ganze Welt bereist. Wahnsinn die Geschichten, Wahnsinn das Erlebnis Reisen, Wahnsinn was uns ermoeglicht wird! Wir hoffen, Euch ein Stueck am Reisen mit unseren Geschichten und Bildern teilhaben lassen zu koennen!

Wir schicken Euch ganz viel Waerme und Sonnenstrahlen nach Deutschland fuer einen schoenen goldenen Herbst. Wir wuenschen, dass es Euch gut geht und wir auch Neuigkeiten aus Deutschland zu hoeren bekommen!

Es gruessen Euch herzlich die Traumreisenden

Claudy y Christian

Bildergalerie vom Roraimatrek (Auszüge):

Somewhere over the Rainbow und von einem kleinen Paradies auf Erden

Venezuela Part II – Canaima Nationalpark und Salto Ángel

Canaima08Unser erstes Abenteuer in die Natur verschlug uns 3 Tage lang von Ciudad Bolivar per kleiner Cessna in ein abseits gelegenes grandioses Naturparadies im Suedosten von Venezuela. Wobei der Flug in so einer winzigen Sportmaschine allein schon aufregend genug war! Kleine Ruckeleien durch die Wolken, Regenschauer und entfernte Gewitter sowie die wunderbare Sicht auf die Unendlichkeit der Savanne, das Schweben auf dem Regenbogen, das Erblicken des überdimensionierten Stausees Guri und schließlich der paradiesisch anmutenden von Wasserfällen und Palmen umzaeunten Lagune von Canaima ließen den Piloten recht unberuehrt… er entspannte sich waehrend des Flugs mit dem Durchstoebern der Tageszeitung :)

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Abgesehen davon, dass man seiner Haut nichts Gutes tun kann, wenn man sich schichtweise Autan und Sonnenmilch draufklatschen muss, kann man dieses Fleckchen Erde wirklich als kleinen Garten Eden bezeichnen. Fehlen nur noch die freilaufenden gegrillten Schweinehaxen, die suess duftenden Schokoladenbaeume und gekuehlte Wolkenbierfaesser :)

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Die am Strand herumtollenden Kinder und Jugendlichen wirken glücklich und kein Erwachsener weit und breit, der aufpassen muss. Keine gefaehrlichen Strassen, kein Beton, einfach nur Sonne, Sommer, Strand…

Wir derweil entdecken mit einer bunt zusammengewuerfelten Gruppe aus Venezuela, Russland (natuerlich wurde in einer illustren Runde sich gegenseitig in der Fremdsprache gesagt, wie man heißt und wo man wohnt und natuerlich durfte dabei auch das Wort Sehenswuerdigkeit nicht fehlen, hihi), England, Japan, Australien und der Schweiz die Heiligtuemer Mutter Natur auf einer 4stuendigen Bootsfahrt entlang der Rios Carrao und Churun in dem vom gewaltigen und imposanten Tafelberg Auyan bestueckten Dschungel des Canaima Nationalparks. Ein Platzregen befreite uns fuer kurz von der gewaltigen Hitze und nahm uns die Sicht auf den Tafelkoloss. Im Dschungel verbrachten wir eine Canaima04Nacht im Haengemattencamp unter uns  behueten wollenden Riesenspinnen (Waaaahhhhh!!!) und hornissengleichen Insektenvieh. Ein Rascheln im Gebuesch entpuppte sich als große Echse. Die Ameisen taten wieder geschaeftig, schleppten Blattzeug von A nach B und ergaenzten sich dabei zu einer Green Mile. Nur die aufgespiesten  Huehner am offenen Feuer verhielten sich ruhig J Unsere erste Nacht ueberhaupt in einer Haengematte verlief unproblematisch, aber das nur, da wir uns unter dem Moskitonetz gut geschuetzt gefuehlt hatten…

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Vom Dschungelcamp unternahmen wir unseren ersten kleinen Miniminitrek durch den Dschungel zum als hoechsten Wasserfall der Welt angepriesenen Salto Ángel. Majestaetisch zeigte er sich an diesem Morgen in seiner ganzen Pracht.

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Zurueck im Indianerdorf Canaima schließlich goennten wir uns ein Bad in der wunderbaren Lagune mit ihren zahlreich bestueckten Wasserfaellen und 3 markanten im Wasser stehenden Palmen, bevor wir mit einem Boot zum anderen Ufer uebersetzten. Auf einem kleinen Rundweg erlebten wir derweil 3 verschiedene Landschaften – Savanne, Dschungel und als Highlight dann, unter dem Salto Sapo hindurchzulaufen. Wow! Die Wassermassen, die Wasserkraft – ueberwaeltigend!!

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Abends dann wurden sich in der Multikultitruppe bei einer Flasche Rum Globetrottergeschichten zum Besten erzaehlt und sich ueber Politik, Land und Leute ausgetauscht.

Dieses kurze intensive Erlebnis mit der Natur und den Leuten ließ uns so richtig in unser bevorstehendes 5monatiges Abenteuer eintauchen und uns weit von unserem in Deutschland zurueckgelassenen Alltag entfernen…

Von Wetten dass?, dem Zeitgott und seinen Fruchtbarkeitsgoettinnen

Venezuela Part I – Ankunft in Ciudad Bolivar

“Wichtig ist, dass Du Dich entscheidest zu gehen, dann hast Du den haertesten Teil geschafft” – so begann die Lonely Planet Story, so begann unsere 7andessummit+ Tour im Fruehjahr 2009…

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WettenDass… und unser Start nun endlich nach Suedamerika begann mit der Herausforderung, soviel wie moeglich Gepaeck in ein so klein wie moeglich fahrbaren Untersatz zu bekommen. Oder anders ausgedrueckt: Wetten, dass Sie es nicht schaffen, das Holzzimmer vom Dachgeschoss in einen Renault Twingo zu verstauen? Wette verloren! Unter einem funkelnden Sternendach zu Jenensis amuesierten wir uns mit Felix (Dankeschoen! :)) ueber den Transport á la Suedamerika auf leeren Strassen und schafften es reibungslos mit der deutschen Bahn zum Flughafen von Frankfurt am Main. Zum Abschied gab es nochmal die deutsche Mentalitaet zum Besten, als sich eine 4er Gruppe im ICE ueber alles und jeden aufregte, u.a. auch jedes Mal dann, als erneut eine Ansage kam, dass dieser Zug 10 Minuten Verspaetung haette und diese sich scheinbar nicht aenderte – haetten wir doch auch nur den Zeitgott!

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Flug03Die Heimat laesst einen nicht sofort los und so gab es auf dem Flug neben “Alice im Wunderland” und “Robin Hood” und vielen internationalen Groessen in der Musikkategorie auch die Moeglichkeit, ne Platte von Feindrehstar zu hoeren, eine Combo aus Jena. Ich hoffe Volker, Du liest das! :)

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Noch etwas lernten wir von der Stewardess – wir sollten tunlichst vermeiden, eine Cola zu bestellen. Zumindest sollten wir das Wort nicht nutzen. Wir wissen nicht, was passiert, wenn wir “Eine Schwanz, bitte” bestellen, wir wollen es auch nicht ausprobieren, dieses Schimpfwort zu verwenden :)

Alles verlief fast schon etwas gelangweilt reibungslos ab. Die Zugverspaetung wurde mit ins Flugzeug genommen, so dass wir 10 Minuten spaeter als geplant in Caracas gelandet sind. Zunaechst bekamen wir einen Faustschlag ins Gesicht, die Person stellte sich mit Hitze vor, wow ist das heiss hier!! Dann bewaeltigten wir einen Serpentinenmarathonlauf zum Immigrationsschalter, unser Jenziglauf zu Hause ging irgendwie schneller von statten… Und irgendein Verhaeltnis zu den Asiaten scheinen die hier zu haben, jedenfalls wurden diese hinter dem Schalter in einer Reihe versammelt – asiatische Auslese genannt…

Wir wurden derweil auf unserem Weg zum nationalen Flughafen (der gleich am Internationalen angebunden ist) von einer Horde Maenner umzingelt. Angesichts der Warnungen vor Raub und Diebstahl waren wir vorsichtig und auch nachdruecklich, unser Gepaeck doch mal bitte in Ruhe zu lassen! Ein Englischsprechender entpuppte sich schliesslich als sehr hilfsbereit und managte unser Check In bei Rutaca Airlines und wechselte unser ersten US Dollar in Bolivares – hier in Venezuela wird nur auf dem Schwarzmarkt gewechselt angesichts des schlechten vom Staate festgelegten Wechselkurses.

Nur gut, dass das hier alles so langsam geht, so mussten wir nicht allzu lange auf unseren Weiterflug nach Ciudad Bolivar warten bzw. es haette nicht weniger Zeit sein duerfen… Und ach herrje, hier wird es bereits 18.00 Uhr dunkel!! Und wir leben 6,5 Stunden hinter Eurer Zeit. Die halbe Stunde haben wir Hugo zu verdanken, der, wie uns Rainer von der Posada spaeter erzaehlte, hier in Venezuela den Zeitgott spielte und eben mal so die Uhr eine halbe Stunde zurück drehen durfte. Und das alles nur, um die geistige Tuechtigkeit und das Schaffen seines Volkes zu foerdern, da er festgestellt hat, dass das menschliche Gehirn bei Tageslicht produktiver arbeiten kann. Andere Quellen behaupten auch, Ziel der Zeitumstellung sei gewesen, sich nicht im zeitlichen Gleichschritt mit dem Bösen aus der USA zu bewegen.

Am Flughafen von Ciudad Bolivar erwartete uns bereits Rainer von der Posada mit einem Namensschildchen hochhaltend … Die Posada La Casita liegt etwas ausserhalb der Stadt, ein Ort zum Wohlfuehlen und zum Geschichten hoeren. Von Rainer (Posada La Casita) und Jochen (Gekko Tours)erfahren wir viele amuesante, interessante und zum Nachdenken anregende Auszuege vom Leben in Venezuela. Eine gute Wahl in dieser Posada in diesem Land anzukommen!

Auszuege vom noch ungeschriebenen Buch von Rainer:

  • Venezuela besaß eine gut funktionierende Rinderzucht – die Bevölkerung hatte genug Rindfleich zu erschwinglichen Preisen. Eines Tages entschied El Präsidente, dass den Armen es vor allem an Grundnahrungsmitteln fehlte – insbesondere Mais musste teuer importiert werden. So entschied der Oberste des Staates, ab sofort auf den Rinderweiden Mais anbauen zu wollen. Er selbst gab den Befehl zum Pflügen der Weiden von einem Traktor aus – natürlich live im TV zu verfolgen. Nun wurde Mais angebaut und die Pflanzen wuchsen bis die Trockenzeit einsetze und alle Maispflanzen verdorrten. Nun gibt es in Venezuela weder Mais und Rindfleich wird aus Honduras importiert.
  • 3mal am Tag fährt an der Posada die Polizei Streife – das ist nicht selbstverständlich und kostet ca. 4,50 Euro pro Tag. Wird nicht bezahlt, kommt keine Streife und Hilfe bei den dann tätig werdenden bösen Buben ist auch nicht zu erwarten, da die Polizei dann “Angst” hat. Wenn der Stadtteil-Polizeichef nur 200 Euro (nach Schwarzmarktkurs) verdient, ist es nur logisch, dass bei jeder Gelegenheit die Hand aufgehalten wird. Korruption wird hier in Venezuela wohl auch ganz groß geschrieben und wenn man den Geschichten von Rainer Glauben schenken darf, wird einen Angst und Bange und lässt einen nur hoffen, von Polizei, Militär und sonstigen Uniformierten in Ruhe gelassen zu werden.
  • El Präsidente Hugo Chavez hält eine wöchentliche Fernsehshow im Staatsfernsehen mit dem Namen „Alo Presidente” ab. Hier wird das Volk über die neuesten revolutionären Entscheidungen vom Präsident persönlich informiert. Neben den Befehl an das Heer sofort 10 Battalione an die Grenze zu Kolumbien zu entsenden oder auch Bestätigungen über Waffengeschäfte zwischen Russland und Venezuela werden anlässlich des Schulanfangs Schulbücher vom Präsidenten vorgestellt und die Funktion des Zirkels erklärt. Mann möge sich doch Angi vorstellen, wie sie unseren ABC-Schützen den Schuleinstieg beschreibt:)
  • Venezuela ist für Autofahrer ein Paradies. Hier kann sich jeder die PS-Maschine zulegen, die er schon immer haben wollte. Ein Verbrauch von 20 Liter ist bei einem Benzinpreis von umgerechnet 0,08 Euro pro Liter doch nicht so viel oder? Der Benzinpreis ist natürlich vom Staat subventioniert und bei dem Versuch, den Preis Ende der 90er anzuheben, kam es zu einem kleinen Volksaufstand. Darauf hin blieb der Preis wie er bis heute ist.

Und da Rainer so gerne schimpft und sarkastisch betrachtet, koennte man Tag und Nacht seinen Geschichten inklusive Mimik und Gestik zu Gemuete fuehren… wir sollten ihn bevor wir abfahren noch empfehlen, doch ein Buch herauszugeben :) Und uebrigens, Rainer lebt gerne in Venezuela, man mag es manchmal kaum glauben…

ModelVielleicht ist er ja auf der Suche nach den Schoenheitskoeniginnen, weil die haben wir hier noch nicht wirklich entdeckt. Venezuela wird ja angepriesen, die meisten Miss Worlds und Universe und weiß der Geier hervorgebracht zu haben. Stattdessen sehen wir lauter Fruchtbarkeitsgoettinnen durch die Stadt flanieren mit der Mode der Schoenheitskoeniginnen… nu ja, die scheinen derweil auf einem entfernten Dornroeschenschloss ein gesundes Dasein zu fristen und von den kapitalistischen Versuchungen geschuetzt zu werden oder sie werden auf Bierdosen gebannt. Immerhin sieht es der Einzelhandel ganz realistisch, und praesentiert die neueste Mode auch an XXL Schaufensterpuppen :))

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Am 26. September waren Parlamentswahlen – Hugo hat ein paar Sitze an die Opposition abgeben muessen, er hat keine 2/3 Mehrheit mehr… mal sehen, was die Zukunft fuer Venezuela intern und in der Welt bringt. Zumindest scheint der Präsident mit seinem politischen Engagement sein eigenes Land zu spalten…

In Ciudad Bolivar selbst gibt es nicht viel zu entdecken. Rainers Spruch “Wer eine halbe Stunde durch die Altstadt braucht, hat sich um eine Viertelstunde verlaufen” … So bestaunen wir nur den ueberdimensionierten Rio Orinoco und fluechten vor der sengenden Hitze und den stechenden Kleinviechs in die Posada zum pißwarmen Pool.

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Auch die Hunde wissen nichts anderes mit sich anzufangen, als bei dieser Hitze am Pool zu relaxen:)

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Fanta und Sprite auf Venezolanisch: FantaSprite

Ciudad Bolivar wird als Sprungbrett in den Canaima Nationalpark und die Gran Sabana genutzt. So taten wir dem gleich, richteten in der Posada unser Basislager ein und starteten von hier ins Naturabenteuer…

Land- und Gipfelinformation Guyana/ Roraima

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Das Land

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guyana2Der  Staat in Südamerika  grenzt an Brasilien, Venezuela und Suriname sowie an den Atlantik. Mit Venezuela und im Süden des Landes mit Suriname sind die Grenzen nach wie vor umstritten.

Die Hauptstadt der Präsidialrepublik ist Georgetown. Die Amtssprache ist Englisch. Einkaufen kann man mit dem Guyana Dollar.

An der Grenze zu Venezuela und Brasilien erhebt sich das Guayana-Gebirge, nach dem der Staat benannt wurde. Der Hauptfluss ist der Essequibo, der im Süden des Landes entspringt und im Norden in den Atlantik mündet. Der Nationalpark Potaro besticht durch seine Wasserfälle, u. a. die 225 m hohen Kaieteur-Fälle. Große Teile des Landes sind dünn besiedelter tropischer Regenwald.

Das heutige Guyana bestand im 17. – und 18. Jahrhundert aus den durch die Niederlande gegründeten Kolonien Essequibo, Demerara und Berbice. Diese Gebiete wechselten bis 1815 mehrmals zwischen den Kolonialmächten Niederlande, Großbritannien und Irland und Frankreich die Besitzer. Guyana erreichte die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich schließlich am 26. Mai 1966 und wurde am 23. Februar 1970 unter Premier Forbes Burnham vom People’s National Congress (PNC) zur Kooperativen Republik erklärt.

Nach der Volkszählung 2002 setzt sich die Bevölkerung entsprechend ihrer ethnischen Herkunft wie folgt zusammen: 43,4 % Inder aus dem ehemaligen Britisch-Indien, 30,2 % Kreolen, auch Afro-Guyaner, 16,7 % Mischlinge, 9,2 % Indigene Völker sowie in Minderheiten Chinesen, Portugiesen und übrige Weiße.

Mehr Informationen bekommt ihr über Wikipedia, woraus auch der Inhalt dieser Seite entstanden ist.

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Der Berg

MONTE RORAIMA  2810 m

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Der Roraima-Tepui (aus Pemón roroi „türkisblau“, „fruchtbar“, ma „groß“), auch Mount Roraima oder Cerro Roraima, ist ein 2.810 m hoher Tepui im Dreiländereck zwischen Venezuela, Brasilien und Guyana.

In der Gran Sabana befinden sich 115 Tepuis, von denen der Roraima-Tepui und der Auyan-Tepui die bekanntesten sind. Die größte Ausdehnung des Roraima-Hochplateaus beträgt etwa 15 km und erhebt sich bis zu 700 Meter über den tropischen Regenwald. Westlich vom Mt. Roraima befindet sich der Zwillingstepui Kukenam.

Die Landschaft auf dem Hochtableau ist ein Felslabyrinth mit vielen Schluchten – teilweise mehrere hundert Meter tief – keine Hochebene, wie man früher annahm. Der Sandstein besteht zu 95 Prozent aus reinem Quarz und ist durchzogen von vielen hydrothermalen Quarzgängen. Daher kann man auf der Oberfläche immer wieder Zusammenschwemmungen aus lauter kleinen Quarzkristallen und auch ganze Kristallstufen finden, die aus diesen Gängen stammen. Das Gebiet gehört jedoch zum Nationalpark, daher ist die Mitnahme jeglicher Mineralien vom Roraima untersagt.

Die ansässigen Indianer versuchten nie, den Roraima-Tepui zu besteigen, und auch die Entdecker des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts konnten nur spekulieren, was sich auf dem Hochplateau befindet. Man vermutete ausgestorbene Tierarten (gar Saurier), die dort überlebt hätten. Mehrere Naturforscher, Geographen, Botaniker und Anthropologen erforschten das Gebiet um den Roraima, wie Richard und Robert Schomburgk (zwischen 1838 und 1844), Ernst Ule (1909/10) und Theodor Koch-Grünberg (1911). 1884 gelang dem britischen Forscher Everard Im Thurn die Erstbesteigung des Mount Roraima. Er fand nur Kräuter und Sträucher vor. Ende des 19. Jahrhunderts kam es zu einem Konflikt, als Großbritannien von Britisch-Guyana aus die Region der Tepuis annektieren wollte, da man in der Umgebung Bodenschätze (z. B. Diamanten) fand. Sie zogen sich jedoch wieder auf Verlangen von US-Präsident Grover Cleveland zurück. 1899 wurde ein internationales Tribunal in Paris einberufen, um den Grenzstreit zu klären. Hierbei wurde beschlossen, dass der größte Teil des Gebietes (inklusive Roraima) zu Britisch-Guayana gehöre. Da der einzige Zugang bis heute nur von venezolanischer Seite möglich ist, konnten die Briten das Gebiet jedoch nicht erschließen.

guyana-landkarte

Land- und Gipfelinformation Venezuela/ Pico Bolívar

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Das Land

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venezuela2Venezuela (amtlich Bolivarische Republik Venezuela, spanisch República Bolivariana de Venezuela) ist ein südamerikanischer Staat an der Karibikküste. Er grenzt an Brasilien, Kolumbien und Guyana. Das Land ist fast dreimal so groß wie Deutschland und hat eine etwa 2.800 km lange Küste. Von der Gesamtfläche sind etwa 39 % bewaldet, 20 % bestehen aus Wiesen- und Weideland, 4 % machen Felder und Ackerland aus.

Venezuela lässt sich in vier Regionen einteilen: die Anden, die sich in einem breiten Ost-West-Bogen von der kolumbianischen Grenze entlang des Karibischen Meeres nach Osten erstrecken; die Orinoco-Ebenen (Llanos) im Zentrum; die Maracaibo-Tiefländer im Nordwesten, sowie das Hochland von Guayana im Südosten. Venezuela ist das sechstgrößte Land Südamerikas. Es ist landschaftlich so vielfältig wie kein anderer südamerikanischer Staat. Den stärksten Kontrast bilden die Wüstenlandschaften am Isthmus von Coro und die Sümpfe des Delta Amacuro, beziehungsweise die schneebedeckten Berge der Cordillera de Mérida und die weiten Ebenen im Herzen des Landes. Das Land kann auch in sechs geographische Großräume untergliedert werden: die venezolanischen Anden, die Llanos del Orinoco, der Maracaibo-See, das Bergland entlang der karibischen Küste, die venezolanischen Karibikinseln, sowie das Hochland von Guayana.

In Venezuela gibt es heute 43 Nationalparks (siehe Nationalparks in Venezuela) und 36 Naturdenkmäler. 62,9 Prozent (2007) der Landesfläche sind als geschützt ausgewiesen. Venezuela verfügt somit (gegenüber zum Beispiel Brasilien mit 18,5 Prozent) über den höchsten Prozentsatz an Naturschutzgebieten in Nord- und Südamerika.

Venezuela hat rund 27 Millionen Einwohner. Davon sind 67 % Mestizen. 21 % der Venezolaner sind europäischer, 10 % afrikanischer und 2 % indianischer Abstammung. Das Bevölkerungswachstum beträgt jährlich 1,4 % (2005).

96 % der Bevölkerung sind römisch-katholisch, 2 % gehören dem protestantischen Glauben an[3] und 12.000 Einwohner bekennen sich zur Neuapostolischen Kirche.[4] Muslime, Juden und Anhänger von indigenen Religionen bilden Minderheiten (Stand: 2006). 104.000 Venezolaner sind Anhänger der Zeugen Jehovas.

Hauptstadt der Präsidialrepublik ist Caracas. Die Amtssprache ist Spanisch, die indigenen Sprachen sind als Amtssprache für die indigenen Völker ebenfalls zugelassen. Bolívar Fuerte ist das Zahlungsmittel in Venezuela.

Mehr Informationen bekommt ihr über Wikipedia, woraus auch der Inhalt dieser Seite entstanden ist.

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Der Berg

PICO BOLÍVAR 4.981m

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Die Gipfel der venezolanischen Anden reichen bis in etwa 5.000 m Höhe. In den fruchtbaren Tälern zwischen den Bergen lebt ein großer Teil der Bevölkerung Venezuelas und auch Industrie und Landwirtschaft sind hier konzentriert.

Die zerklüfteten Gebirgszüge an der kolumbianischen Grenze sind der am dünnsten besiedelte Teil dieser Region.

Südlich des Maracaibo-See erhebt sich der höchste Berg Venezuelas, der Pico Bolívar mit 4.981 m. Einige Gipfel in dieser Region sind das ganze Jahr über schneebedeckt.

Ein breites Tal trennt diesen Gebirgszug von einem weiteren, der der Küste folgt. In diesem Tal liegt auch die Hauptstadt Caracas. Dieser verhältnismäßig kleine Bereich ist die am dichtesten besiedelte Region des Landes. Hier wird die intensivste Landwirtschaft betrieben und das Verkehrsnetz ist am besten ausgebaut.

Der Pico Bolívar ist mit 4.981 Metern (nicht wie häufig angegeben 5.007) der höchste Berg Venezuelas. Benannt ist er nach dem Nationalhelden Venezuelas, Simón Bolívar. Der Berg liegt in den nordöstlichen Ausläufern der Andenkette unweit der Stadt Mérida, Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates.

Mit der in Mérida startenden Seilbahn (Teleférico) konnte man bis auf den Pico Espejo in eine Höhe von 4.765 Meter fahren und hatte von dort einen direkten Ausblick auf den Pico Bolívar. Die Seilbahn, die aus vier Abschnitten bestand und 1960 in voller Länge in Betrieb genommen wurde, war die längste und höchstgelegene Seilbahn der Welt. Sie wurde 2008 altersbedingt stillgelegt.

Die Erstbesteigung erfolgte entweder im Jahr 1935 durch Enrique Bourgoin, H. Márquez Molina und Domingo Peña oder ein Jahr später, am 3. Februar 1936 durch deutsche Bergsteiger. Die Besteigung im Jahr 1935 ist umstritten.

Ideale Reisezeit ist die Trockenzeit (November bis Mai), da die Gipfel dann nicht vom Nebel verhüllt sind und man eine wunderschöne Aussicht über die Andenlandschaft bis hinunter ins Flachland hat.

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venezuela-landkarte